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1980 PzAufklLehrBtl 11 – 10jährige Patenschaft mit Barsinghausen – Galerie Volker

Besuch vom Panzeraufklärungslehrbataillon 11 in Barsinghausen – Oktober 1980
Aufgrund der zehnjährigen Patenschaft mit Barsinghausen verlegte das gesamte 11er Btl komplett nach einem Manöver nach Barsinghausen. Die Spuren von Spearpoint 80 waren noch vorhanden. Wieder mal ein Highlight für Dirk und mich. Am Freitag fuhren alle Fahrzeuge auf das alte Haldengelände in Barsinghausen ein. Samstag fuhren etliche Rad und Kettenfahrzeuge in die Ortsteile um eine Geräteschau vorzuführen. Teilweise konnte auch mitgefahren werden. Am Samstag wurden mehrere Manöverbälle in den Ortschaften durchgeführt. Die Soldaten wurden größtenteils Privat untergebracht, bei uns waren auch zwei. Mein Vater stellte nach dem Abendbrot erstmal eine Flasche Bismarck auf den Tisch….danach konnten beide den Manöverball nicht mehr mitmachen. Leider war die Patenschaft nach der Auflösung 1997 beendet.

Gruß Jochen


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joe

9 Kommentare

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  1. 5
    Guenther H.

    Da kommt Wehmut auf..bei jener Truppengattung durfte ich 15 Monate meinen Dienst für’s Vaterland leisten…wen ich an mein Gelöbnis zurückdenk..da standen Leo1A3 in jeder Ecke des Karrees des abends,mit eingeschalteten Zielscheinwerfern,deren Leuchtfinger sich genau über der Mitte des Platzes trafen,das ganze untermalt von Fackelträgern samt Marschmusik und dem Marschtritt der einmaschiernden Kompanien.
    Der Zufall wollte es , das ich genau an meiner Familie vorbeimarschieren durfte…da sah ich meinen alten Herren das erste mal mit Tränen in den Augen,als er seinen Filius stolz das schwarze Barett der Panzertruppe tragen sah.Wusste er nur zu gut,was es bedeutete Soldat zu sein..nur er hat die Grausamkeiten eines Krieges erleben müssen und kam als nervliches Wrack zurück in die Heimat.
    An jenem Abend wurde jeder Befehl der über den Platz hallte,mit stolz im Herzen ausgeführt und dementsprechend klang “Hall” der Stiefel auf den Pflastersteinen,es war alles wie aus “einem Guss”,eine seltsame feierliche Stimmung hatte jeden von uns ergriffen.
    Selbst die Kompaniechefs samt Batallionskomandeur waren sichtlich begeistert von ihren Soldaten…und auch meine damalige Freundin war samt meiner Mutter sichtlich gerührt ,das oft gebraucht Taschentuch gab mir deutlich zu erkennen das auch dort mit den Tränen gekämpft wurde.
    Der aufbrandente Applaus der Zuschauer, als die Kompanien ausmarschierten als alles vorbei,veranlasste uns “den blauen Dragoner” anzustimmen,was so eigentlich nicht geplant war.
    Das Gesicht von den Offizieren werd ich nie vergessen….
    In diesem Sinne ein Dreifaches : Horrido Joho!

    1. 5.1
      joe

      Moin Günther.Dieser Komentar hat mich bewegt und nachdänklich gemacht.Gruß joe

  2. 4
    Free Lion

    Bundeswehr – der Bürger in Uniform. Patenschaften mit Kommunen brachten dem Bürger die Soldaten und ihre Ausrüstung nahe. Auch die Garnisonen in meiner unmittelbaren Heimat (inzwischen alle aufgelöst) unterhielten Patenschaften zu diversen Kommunen im Landkreis Northeim. Ich erinnere mich gern an die Besuche vom PzArtBtl 15 aus Stadtoldendorf in Dassel oder Lüthorst oder die gelebte Patenschaft vom PzJgBtl 44 mit der Ortschaft Krimmensen. Da standen auf jedem Hof Leo´s und Kanonenjagdpanzer. Und heute ??
    Vielen Dank für die gute Dokumentation
    Gruß Eckhard

  3. 3
    Horst Walter

    Sehr geehrter Herr Volker,

    ich sage nur eines….Überragend. Auch oder gerade die Zeitungsartikel noch dazu sind das Salz in der Suppe. Klasse Beitrag.

    Es grüßt der Horst

    1. 3.1
      joe

      Sehr geehrter Herr Walter,danke für den netten Kommentar,für die Zeitungsartikel saß ich ca.2 std im Archiv der Deister Leine Zeitung.Es grüßt der joe.

  4. 2
    Totti

    Moin Joe….das waren immer schöne Veranstaltungen mit den Patenkompanien. Als Kind für mich immer ein Muß, wenn in der Nachbargemeinde die “Grennys” von 82 aus LG kamen. Mitfahrt im Marder inklusive…..! Als aktiver Soldat waren wir auch in einer Patenschaft mit einer Gemeinde bei Winsen/Luhe. Beim örtlichen Schützenfest ging es so manches mal hochher. Als Staatsbürger in Uniform war man noch relativ angesehen und kam auch bei den Mädels gut an. Das alles wäre heutzutage völlig undenkbar in diesen Dimensionen wie es bei euch der Fall war. Wo heute schon BW-Stände bei öffentlichen Veranstaltungen diskutiert werden. Im Frühling war in LG ein Rückkehrer-Appell (Mali) von L3 der Massiv u.a. durch die Partei “Die Linke” gestört wurde. Pfeiffkonzert bei der Nationalhymne und Verunglimpfung der Soldaten vor Ihren Angehörigen. Abseilaktion bei Karstadt direkt am Appellplatz mit Banner usw……ich könnte kotzen. Und solche Parteien sitzen im Deutschen Bundestag!! So, genug aufgeregt….schöner Bericht von dir…vielen Dank und weiter so!!

    Gruß

    Totti

    1. 2.1
      joe

      Moin Totti.Du hast ja sowas von Recht,Was das so genannte Home coming betrifft.Mein Neffe kam im Februar aus Mali zurück.Nach 5 Monaten.Es gab keine Musik Kapellen,oder Marschieren durch den Standort.Im Netz gibt es so viele Beiträge von Truppen,die aus den Einsätzen zurück kommen.Da steht die Bevölkerung jubelnd am Straßenrand.Bei uns geht das wohl nicht.Thema durch….Gruß joe

  5. 1
    Lars de Vries

    Moin Jochen,

    man muß schon ein bißchen bekloppt sein um so einen Beitrag immer noch zu besitzen. Wer hätte gedacht, das 37 Jahre später das irgendjemand sehen will..? Bei Facebook gibt es Kommentare dazu, die sich ebenfalls an diese Veranstaltung erinnern….bald nicht zu glauben. Wieder mal ein überragender Bericht deinerseits. Kann mich noch gut an die Patenschaft vom Nachbarort Hemmendorf mit der HOS aus Hannover erinnern. Der Markplatz stand immer voll, und wir sind als Bengels immer mit dem Fahrrad hin. Mir schießen sofort wieder diese Bilder in den Kopf….danke für die Zeitreise.

    Gruß Lars

    1. 1.1
      joe

      Moin Lars.Stimmt,ein bißchen bekloppt sind wir hier doch alle.Zum Bericht nochmal:Einfach unglaublich das man damals mal einfach ein komplettes Batallion so eben für 3 Tage zur Patenstadt verlegt.Komplett mit ca.120 Fahrzeugen und dazugehörigen Soldaten.Was für eine Logistik…Und das ohne irgendwelche Laptops oder PC’S.Die Schreibstuben -Leute werden ganz schön ins rotieren gekommen sein.Allein die private Unterbringung wird schon einige Mühe gekostet haben.Auch wenn sich die Feuerwehr darum gekümmert hat.Gruß joe

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