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1984 3rd Armored Division – Aviation Battalion Combat 3A503ABC Winterübung – Galerie Pröll

Servus miteinander,
nach monatelangem Stillstand hab ich mal die Muse gefunden und hab da uralte Dias und Negative eingescannt. Das dürften meine ersten Manöverbilder überhaupt sein…
Den Aufnahmezeitraum der Bilder kann ich leider nur noch grob bestimmen; es müßte der Winter ’84/’85 gewesen sein. Der Ort dieser “Veranstaltung” war östlich von Neustadt/WN, auf halber Strecke zwischen Roschau und Diepoltsreuth. Insgesamt war ich dreimal in dem Areal; einmal mit meinem Cousin mit dem Auto, zweimal mit dem Fahrrad. Dabei hab ich das erste Mal mit dem Rad meine Kamera stilgerecht in einer Mun.-Box auf dem Gepäckträger  transportiert. Wobei dann bei der Heimfahrt durch die Erschütterung der Spiegel in der Kamera aufklappte, dadurch das verunglückte Cobra-Bild. Als Filme wurden zuerst ein Dia-Film DIN 21/ASA100 verwendet, der bei den Lichtverhältnissen schon grenzwertig war. Der zweite Film war dann ein KB-Film DIN 31/ASA1000! Da sind aber die Bilder ziemlich grobkörnig geworden.
Aufgeschreckt wurde ich damals durch die verschiedenen Hubschrauber-Schwärme, die alle so circa in die gleiche Richtung verschwanden (siehe die ersten zwei Bilder; aufgenommen aus dem Dachfenster meines Elternhauses). Dann meinen Cousin mobilisiert und die Hubschrauber verfolgt. Wir haben sie dann auch gefunden… Die Hubschrauber sind dann bis auf gut 20 Meter an uns vorbei geflogen. Nach dem Flugbetrieb konnte man ohne Probleme zwischen den Hubschrauber rum gehen, war schon top. Als ich dann das dritte Mal dort war, waren die Hubschrauber schon weg. Es wurde nur noch zusammengepackt und abmarschiert.
Bei den Hubschrauber handelte es sich um Cobras, Kiowas und UH-1H; bei der letzteren kann man schemenhaft das Außen-MG erkennen.
Bei den Fahrzeugen konnte ich den CUCV M1010 Ambulance, M1009 Blazer, REO M35 und den M931 ablichten.
Leider sind die Bilder aufgrund der Lichtverhältnisse, der verwendeten Filme und dem nachträglichen Einscannen ned so toll geworden; aber ich denke, das Hauptsächliche kommt rüber.
Viel Spaß damit!
Gruß
Gerald

Über den Autor

Gerald Pröll

9 Kommentare

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  1. 4
    SemperFi

    Servus Gerald,

    super Bilder- Danke für dein Beitrag.
    Die Cobra ( AH-1S ) war schon ein super Teil, der Sound war fast so markant wie der der Huey…
    Bei mir am Waldrand war immer mehrmals im Jahr ein Feldflugplatz wenn Nacht- und Flugausbildung war.
    ich hatte um die Ecke die ” Air assault School ” der 11th CAV da war immer was geboten. Nachts schön im Anflug ohne Beleuchtung, nur die Tankfahrzeuge waren bei mir M 978 und die Gummitanks…

    Gruß

    kai

  2. 3
    Totti

    Moin Gerald….schöner Beitrag. Und es müßen ja auch nicht immer die massiven Kampfszenen mit Leo, Marder und Co sein. Oft sind es auch die Geschichten zum Schmunzeln die dahinterstecken. Allein der Kommentar von Guenther ist ja schon wieder das “Eintrittsgeld” wert. *grins*

    Grüße

    Totti

  3. 2
    Guenther H.

    Diese Bilder setzen wieder, das “Räderwerk” der Erinnerungen in Gang…Kiowa’s waren damals fast immer ein Garant dafür, das sich bald etwas Manövermäßig tun würde,besonders wenn sie sich an denn neuralgischen Punkten rumtrieben.
    “Heckenspringer” Cobra..damals bei einer Übung der Amis, flog eine direkt im Tiefflug über mich hinweg, als ich das Vorrücken von M60ern gebannt verfolgte.
    Leck mich am Popes…mich hat’s damals vom Fahrad gehauen,so bin ich erschrocken, das “Patschen” der Rotorblätter hör ich immer noch…
    Die Tankzüge und alle anderen Radfahrzeuge bringen es wieder fertig, mich in die 90er zu entführen..damals als mich eine Vielzahl von Ölflecken auf der Straße stutzig machten.
    Die Spur wurde heißer als ein umgewalzter Leitpfosten mit dem Reifenprofil vom einem REO auftauchte…ein Blackhawk im Tiefflug führte mich dann , zu einer Übung der “Illesheimer” ,Apache ,Blackhawk samt Bodenpersonal war dort zahlreich vertreten..eine farbige Soldatin ( auf fränkisch : Necherin) blieb mir als damals noch 18 jährigen noch ein wenig unbedarften Jüngling, was das andere Geschlecht betraf ,in Erinnerung.
    Schüchtern traute man sich noch nicht auf “Angriffskurs” zu gehen,die junge bildhübsche Amerikanerin wäre nach ihren Blicken zu urteilen nicht abgeneigt gewesen sich näher mit mir zu beschäftigen,die hat geflirtet aber wie…was hab ich Depp gemacht?
    Mit hochroten Ohren hinter meinem Seat Ibiza versteckt…ein Jahr später und die Sache wäre anders verlaufen!
    Was solch Einzigartiges Bildmaterial doch alles in einem auszulösen vermag…

    DANKESCHÖN für’s zeigen!

    Gruß
    Günther

    1. 2.1
      Guenther H.

      Hoppla da hat der Fehlerteufel zugeschlagen , das war nicht in den 90ern sondern im Herbst1986 , als Amor im tiefsten Tann versucht hat, seinen Pfeil auf mich zu verschießen…im Juni hab ich meinen Füherschein bekommen.
      Heiland man wird halt schön langsam alt…in den 90ern waren es MLRS der Amis die , sich ein letztes Mal bei uns in freier Wildbahn sehen liesen. Seitdem kann man nur noch in Erinnerungen schwelgen…

      1. 2.1.1
        joe

        Mensch Günther….Da warst du wohl noch ein wenig grün hinter den Ohren?(Bei der Necherin)Bei unsern Tommys war es ja anders herum.Bei uns wurde gefragt”Have jou a Sister with big Tits”?Dann haben wir geantwortet:yes with very big Tits.Dann haben wir alles bekommen,was es gab.Danach haben wir uns bei den Chieftain oder fv 432 nicht mehr sehen lassen und haben bei irgend einen anderen Fahrzeug das gleiche gemacht….Es waren ja genug da (Wir sind dann immer los gefahren und haben so getan als würden wir unsere Schwestern holen)Was für schöne Zeiten das doch waren Gruß joe

        1. Guenther H.

          Was heißt grün hinter den Ohren…man hat schon gewusst, wie das Apparatel da unten in den Beinkleidern zu funktionieren hat..aber wie sag ich’s einem wunderschönen Wesen in Tarnklamotten,das man auch eigentlich auch Herzpumpern hatte, die “Nahkampf-Ausbildung” hatte zu der Zeit noch nicht den optimalen Ausbildungsstand und schüchtern war man ja obendrein auch noch.
          Ein Jahr später und einige harte “Kampfeinsätze” später, wäre es mir ein leichtes gewesen,dieses heiße Eisen anders anzugehen…
          Seis drum,diese Chance ist leider vertan bzw. hatte nicht sollen sein…kein weiterer “Abschussring” um’s Geschützrohr…wenn ich ehrlich bin dafür wär mir das Mädel echt zu schade gewesen,wer weiß was daraus geworden wär, wenn damals schon die Karten meinerseits anders gemischt gewesen wären.
          Ja und die Sprüche von den Amis kenn ich auch noch: “Have you a Sister” oder “Frollein” Wenn man die Frage mit ja beantwortete,hätten die Jungs selbst ihre Großmutter dafür hergegeben.
          Ich hab das immer mit einem “She is married” abgewimmelt,man hatte dann sofort Ruhe.
          Wenn man schon beim Thema ist: Ich durfte es damals live erleben, was es bedeuten kann, wenn sich ein Vaterlandsverteidiger im Manöver zu schwülen Taten hinreißen lässt bzw.ein Minirock und schöne Beine und die eigene “Brunftigkeit” das Hirn komplett ausgeschaltet hat..und NEIN ich war es nicht!
          Dazu ein andern mal mehr!

          Grüße Günther der auch wehmütig an die wilden 70er und 80er zurückdenkt!

          1. joe

            Einfach nur herrlich…Ich liebe deine Kommentare.Ich mußte eben richtig laut lachen.Danke dafür.Ich gehe mit ein Grinsen ins Bett.Gruß joe

          2. Guenther H.

            Ach was soll’s da mein Laufwerk momentan in der Inst war, hab ich etwas mehr Zeit ,bis die Linke Laufrolle wieder rund läuft.
            Und ich glaub diese Kleine Geschichte findet hier ihren besten Platz,wenn es schon um’s Thema “Nummer 1 ” geht…
            Es war damals bei Reforger 88 so ziemlich am Ende der Übung, als wir in einer Ortschaft unter dem dichten Laubdach einer großen Linde untergezogen waren.
            Man war in der Stimmung von “Schnauze gestrichen voll” und “Ich will endlich nach Hause” was bleierne Müdigkeit noch vervollständigte,und in jener Gemütslage tut ein Soldat eigentlich nix anderes als eine zu rauchen um dann sich in Morpheus Arme zu begeben um das enorme Schalfdefizit ein wenig zu mindern.
            So auch in meinem Fall: An die Laufrollen gelehnt,hatte der Gott des Schlafes leichtes Spiel ,untermalt vom rauschen der Blätter,dauerte es nur Minuten um in Reich Träume zu weilen.
            Trotzdem hatte man im Unterbewusstsein immer ein Ohr auf das noch ferne Brummen von Panzermotoren gerichtet, es lag was in der Luft…meine “Ratzerei” wurde jäh unterbrochen,als ich fühlte da steht jemand neben mir…die schlafmüden Augen , erkannten plötzlich zwei appetilich anzusehende weibliche Beine,adrett verpackt in einem verboten kurzen Minirock..von jener Sorte , wenn sich die Trägerin bückt,pfeift der Wind hörbar durch die Ritze.
            Man wäre keine Mann , wenn hier nicht in Sekundenschnelle Pläne zur schnellen Einnahme ,dieses Gefechtsfeldes getroffen worden würden..wenn da nicht dem lieben Gott, ein Fehler bei der Gestaltung des Antlitzes dieser “Dorfschönheit” unterlaufen wäre.
            Schlagartig waren sämtliche Schlachtpläne verworfen und wichen der Ernüchterung, das eben doch nicht alles Gold ist was glänzt…hier traf der Satz voll und ganz zu: Dieses Gesicht konnte nur eine Mutter lieben..
            Ich weiß…man soll auf die inneren Werte schauen, aber selbst hier hätte ich gewaltige “Ladehemmungen” bekommen,das Auge isst ja bekanntlich mit,ausserdem wartete die Freundin daheim auf den W15er..
            Nicht so unser Richtschütze…beim weiblichen Geschlecht nicht sonderlich erfolgreich,schien jetzt seine große Stunde zu schlagen,nach dem Motto :”Es ist keine Blechdose oder ein Igel,also Angriff ran versenken!”
            Und tatsächlich , das weibliche Wesen gab ihm zu verstehen, das er ihr unaufällig Richtung Scheune folgen solle..unschwer konnte man an der Vorderfront der Panzerkombi sehen, das ein Soldat am Wolgastrand stand..wie von einer unsichtbaren Schnur gezogen folgte der jetzt offensichtlich Triebgesteuerte seinem Objekt der Begierde…
            Fehler Nummer eins: Ohne Abmeldung vom Panzer entfernt, Fehler Nummer Zwei: Das vorher noch weit entfernte Brummen von Panzern war mittlerweile zum Dröhnen angeschwollen, unschwer erkannte das geschulte Ohr , das es sich um M60er handeln musste und die kamen aus der falschen Richtung..der böse Feind nahte.
            Na wenn das “Scharfschiessen” von unserem Kamerden mal gutgeht…vorsichthalber nahm ich schon mal meinen Platz ein um Kopfhörer und Kehlkopfmikro an ihren Platz zu bringen.
            Immer noch hoffte ich das jeden Augenblick , das unser Held von seinem amurösen Abenteuer rechtzeitig käme,das würde böse in’s Auge gehen,sollten wir abrücken müssen und diese wahrscheinlichkeit wurde von Sekunde zu Sekunde größer, im Funk wurde es plötzlich sehr hektisch.
            Schon kam der Befehl : “Motor anwerfen” gleichzeitig hörte man aber auch wo der Obergefreite W. den sei…das Stadeltor hinter dem die beiden Turteltauben verschwanden ,hatte plötzlich etwas von “High Noon” der Wind spielte mit den Strohhalmen,fehlte eigentlich nur noch der Pistolero…
            Minuten später rollte unser Spähtrupp-Führer vorbei,jetzt war die Kacke wirklich am Dampfen,wir hätten uns einreihen müssen…da wir nicht vollständig waren,ging das nicht.Ich schwieg eisern…
            Irgendwie schien es doch irgendwie am Liebesnest ,unseres sonst auf Handbetrieb eingestellten Lüstlings angekommen zu sein,das es höchste Zeit war , die Nahkampfübungen einzustellen um eiligst zu uns zurückzukommen,den Kombi buchstäblich in der Hand enterte er in affenartiger Geschwindigkeit den Turm um seinen Platz einzunehmen.
            Im allerletzten Augenblick konnten wir gerade noch,die Kurve vor der anrollenden Panzerspitze der Amis kratzen,bevor der ganze Spähtrupp einkassiert worden wäre.
            Mit Höchstfahrt ging es in sicherere Gefilde ,dem dunklen Tann um dort anzuhalten auf dem weg dahin konnte man mithören , das unser Chef wissen wollte was da den los war und brühwarm und voller stolz erzählte der noch vor kurzem auf amurösen Pfaden wandelnde,das er erfolgreich einen Schuß in’s Zielgebiet abgegeben habe…
            Es wäre so einfach gewesen: Das Wort Dünnpfiff wäre über allem erhaben gewesen und niemand hätte nur noch ein Wort darüber verloren .
            Aber so kam unser Spähtruppführer wie ein spanischer Kampfstier wutschnaubend auf unseren Panzer zugestampft um den Deliquenten nach dem er absitzen mußte und in’s Achtung gestellt wurde verbal ” Hinzurichten” auf gut Deutsch gesagt zur Sau zu machen.
            Ich glaube, wenn wir im Ernstfall unterwegs gewesen wäre , hätte er den armen Wicht entweder sofort standrechtlich erschossen oder vor’s Kriegsgericht gebracht.
            So blieb es bei einem fürchterlichen Anschiss und einem Diszi von 150DM,natürlich konnte ich mir die Frage nicht verkneifen ob er den den wirklich an Geschmacksverirrung leide,wenn er sich mit solchen Dorfmatrazen abgibt… Die Antwort: “Ich hab der nicht in’s Gesicht geschaut” denke sich jetzt jeder was er will…

            Gruß
            Günther

  4. 1
    Lars de Vries

    Hallo Gerald,

    absolut überragende Galerie. Hab die Cobra ein einziges mal bewußt 1988 gesehen….wie immer im tiefsten Tiefflug, aber leider etwas weit weg. Sehr ansprechend auch dein Text, viele werden sich in diese Situation reindenken können 🙂 Herzlichen Dank an dich für deine Mühen.

    Gruß Lars

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