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2012 Saber Junction – Tag 2

(c) Lorenz Scheidl

Nachdem im letzten Teil die Betankung der Übungstruppe am späten Nachmittag den Abschluß des Tages bildete, ging es dann am Sonntag um 6 Uhr los Richtung Kotzheim, wo wir zunächst die Lage erkundeten um uns anschließend mit Lars, Ralf und Thomas zu treffen. Gemeinsam ging es dann nach Kotzheim, wo über Nacht das TOC (Tactical Operation Center) auf einer Wiese untergezogen war. Die Stryker, die die Nacht in den umliegenden Wäldern verbrachten verließen nach und nach die Nachtquartiere und kamen kolonnenweise zum TOC zur Befehlsausgabe. Kolonne um Kolonne rollte zum TOC und rückte kurz darauf wieder ab, wobei ein Stryker fast im Straßengraben umgekippt wäre. Am TOC wurden auch immer wieder Artillerieeinschläge simuliert, auf die hin abgerückt werden musste. Die Kolonnen rückten in verschiedene Richtungen ab.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=VjiFHDNnxus]

Danach wurde es relativ ruhig. Insgesamt ging im Ursensollerner Raum nicht viel vorwärts. Nur 2 Stryker klärten Richtung Viehberg auf.  Einige Bewegung gab es an der Flanke östlich Amberg, aber man konnte leider nicht überall zugleich sein. Wir drehten wieder einmal eine Runde über Wolfsfeld, wo die OPFOR nun aktiver wurde und erste MTW´s beim patroullieren zu sehen waren. Diese rückten bald auch bis an die A6 vor, wo es aber zunächst noch keinen Feindkontakt gab.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=kiIqynXthXw]

Nachdem die OPFOR sich wieder in den Ortsbereich Wolfsfeld zurückgezogen hatte, warteten wir an der Einmündung Richtung Schwend ab, um nicht unnötig viel Sprit zu verbraten und wurden prompt durch eine lange Kolonne mit Versorgungsteilen belohnt, die direkt vor unserer Nase auf dem Acker unterzog. Zuerst fuhr ein Stryker heran und Infanterie sicherte den Acker in alle Richtungen. Dann zog Fahrzeug um Fahrzeug nach. Die Fahrzeuge postierten sich und rückten dann weiter in Richtung Kotzheim.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=75wBbXVxp8g]

Die zweite Hälfte von Tag 2 stand, ganz anders als in den ersten Teilen des Manövers dann weitgehend im Zeichen der OPFOR. Doch bevor es dazu kam, folgten wir noch einer Kolonne Versorgungsteile, die auf der A 6 Richtung Kümmersbruck rollten. Bei Kümmersbruck hat man, wie sooft bei der Army, die vorgeschriebene Ausfahrt versäumt und dann ganz einfach improvisiert! Die komplette Kolonne zog über den Grünstreifen der Bundesstraße in den Standortübungsplatz. Rundherum sah man noch die Spuren, der vorgerückten Stryker, die auch entlang der Autobahn noch teilweise in Stellung waren.

Nach dem Ereignis gings dann wieder auf Umwegen zurück nach Ursensollen, wo nun wieder ein OPFOR-MTW auf Beute lauerte, die dann auch schnell angerollt kam. Das TOC hatte mittlerweile die Zelte abgebrochen und war auf dem Marsch nach Hohenkemnath. Zunächst pirschte der MTW sich über den Kreuzungsbereich an, zog an einem kleinen Baumbestand vorbei und nahm die sichernden Stryker entlang der Straße in Beschuß. Dann gings wieder zurück an die Kreuzung, wo gerade die Kolonne des TOC einbog und beschoß auch diese. Ein Angriff dieser Art, direkt vor der Nase, das ist ein absoluter Glückfall! Nach dem Angriff zog sich der MTW so schnell wie er gekommen war wieder zurück nach Wolfsfeld.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=0IBAQNfmKpA]

Nun fuhren wir wieder nach Kotzheim und die Anderen erkundeten südlich Ursensollen und bei Wolfsfeld die Lage, da die Strykerverbände auch weiterhin nicht zu finden waren. Aufgrund der vielen Kolonnen mit Versorgungsteilen mussten die ja eigentlich schon weiter vorgerückt sein. Bei Kotzheim waren dann wieder kleinere Gruppen Stryker unterwegs und die Wiese, wo das TOC stand war voll mit Versorgungsteilen. Durchkommen dorthin war leider nicht möglich, weil alles verparkt war und mit Anwohnern voll stand. Wir sind dann auf die Anhöhe gegenüber gefahren, wo ich gerade noch die Kamera postieren konnte, und den Abmarsch der Truppe dann von hier aus aufgenommen habe. Zwar nicht die beste Position, da mir bald die Schaulustigen die Sicht versperrten, aber besser als nichts. Zu allem Überfluss war dann auch noch die Speicherkarte voll und bis ich eine neue eingelegt hatte, war der Abmarsch bereits gelaufen.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=APVCiG-bDN0]

Nach dieser Aktion, von der wir auch Thomas, Lars und Ralf unterichteten, erhielten wir von ihnen wiederum einen Anruf, dass wohl in Kürze die OPFOR betankt würde. Also schnell wieder ins Auto und rüber nach Wolfsfeld an den Betankungspunkt. Das war dann, vor unserer (vorübergehenden) Abreise nochmals ein absolutes Highlight. Die MTWs kamen von allen Seiten herangerollt und rückten auch über die Felder wieder ab!

Im nächsten Teil zeige ich euch dann die Aktivitäten am Montag Mittag und Nachmittag!

Über den Autor

Lorenz Scheidl

5 Kommentare

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  1. 5
    Ad

    Super Bericht Lorenz, vielen Dank für die Ausführlichkeit und Qualität!

    Gruß Arnd

  2. 4
    RALF_67

    Servus Lorenz
    Was soll ich sagen….?
    Es waren einfach nur tolle Tage mit Euch.
    All das was wir in diesen Tagen zu sehen bekamen war einfach nur super und mit Worten nicht zu beschreiben.
    Auf unsrer Anfahrt aus dem hohen Norden(da wo es die Mettklopse gibt),hätten wir uns das nicht träumen lassen.

    Danke für diesen weiteren Beitrag zu Saber Junction !
    Das ist ganz großes Kino 🙂

    Viele Grüße,RALF

  3. 3
    Lars de Vries

    Servus Lorenz,

    wie von dir gewohnt ein Artikel mit allem was Mann braucht. War ne gute Zeit, ich hoffe das können wir wiederholen.

    Gruß Lars

  4. 2
    Thomas Dittmann

    servus lorenz!
    wieder ein toller bericht über das manöver des jahres 2012! da ging endlich mal wieder dioe post richtig ab!
    wie an anderer stelle schon gesagt,beindruckend waren die support einheiten für mich! schön bepackt,aufgerödelt,und endlos lange konvoi`s! einfach herrlich!

    grüsse
    thomas

  5. 1
    Alexander Hörber

    Hallo Lorenz,

    Bei deinen Beitrag fühlt man sich sofort in denn Herbst 2012 zurückversetzt.
    Leider habe ich die betankung nicht Live gesehen,mit deinen Beitrag ist man mittendrin.

    Gruß Alex

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