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2022 Wettiner Schwert – Gemeinschaftsgalerie + Video

VJTF-Brigade trainiert Gewässerübergang

Deutschland wird 2023 mit der Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ den Leitverband für die multinationalen Landanteile der NATO Very High Readiness Joint Task Force (VJTF (Land)), der schnellen Eingreiftruppe der NATO, stellen. Diese ist Bestandteil der NATO Response Force (NRF) 2022-2024. Damit leistet die Bundesrepublik Deutschlandnach der NRF-Verpflichtung der Panzerlehrbrigade 9 in den Jahren 2018 bis 2020 (VJTF 2019), erneut einen wesentlichen Beitrag zur Reaktionsfähigkeit des Verteidigungsbündnisses. „Als Leitverband für den Landanteil der VJTF übernehmen wir eine koordinierende Rolle“, beschreibt Brigadekommandeur General Alexander Krone seinen Auftrag. „Es kommt darauf an, alle Elemente in Ausbildung, Übung, Steuerung und Zertifizierung so zusammenzusetzen, dass aus den einzelnen Fähigkeiten das große Ganze wird.“

Um diesen umfassenden Auftrag erfüllen zu können, besteht der mechanisierte Großverband im VJTF-Jahr 2023 aus bis zu 12.000 Soldatinnen und Soldaten, von denen knapp ein Drittel der Panzergrenadierbrigade 37 angehört. Die weiteren Soldatinnen und Soldaten kommen aus vielen Bereichen der Bundeswehr sowie von NATO-Partnern. Der für die „schnelle Eingreiftruppe“ der NATO vorgesehene Gefechtsverband übt im Rahmen der Übung „Wettiner Schwert“ auf dem Truppenübungsplatz Altmark im Gefechtsübungszentrum Heer. Dort wird sich der Verband der Zertifizierung für die VJTF (Land) stellen.

Im Rahmen des Marsches trainiert der Gefechtsverband, angeführt durch das Panzerbataillon 393 aus Bad Frankenhausen, mit insgesamt 340 Fahrzeugen, davon rund 75 Kettenfahrzeuge, bei der Ortschaft Storkau den Gewässerübergang über die Elbe. Die Fahrzeuge wurden im Fährbetrieb mit der Schwimmschnellbrücke Amphibie M3 über die Elbe übergesetzt. Unsere Aufnahmen zeigen die Verlegung vom 02. April vom TrÜbPl Klietz in Richtung Übergangsstelle über die Elbe bei Storkau. Im Anschluß ging es in der Nähe der Ortschaft Wischer in einen Verladebahnhof, wo sich die alle Fahrzeuge sammelten und dort wurden dann die Marschpakete zusammengestellt. Kolonnen zwischen 10 und 15 Fahrzeugen machten sich dann von dort aus auf den Weg ins Gefechtsübungszentrum des Heeres (GÜZ). Die Gesamtentfernung für diesen Straßenmarsch betrug in etwa 60km. Unser Dank hier gilt allen teilnehmenden Soldatinnen und Soldaten, und an die Verantwortlichen der Panzergrenadierbrigade 37 für die Möglichkeit der Begleitung beim Pressetag.

Gruß Lars de Vries


GEMEIN SCHAFT

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Gemeinschaftlicher User für Artikel, an denen mehrer Autoren und Fotografen gearbeitet haben.
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7 Kommentare

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  1. 4
    Totti

    Moinsen…..klasse Beitrag mal wieder. Beeindruckende Bilder und Fahrzeugvielfalt. Im Grundsatz kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen. Kommandeure sollten ruhig mal wieder den Mut haben “freilaufend” mit Ihren Einheiten zu üben. Landesverteidigung kann man nur in hiesigen Regionen mit urbanen Umfeld und Strukturen, so wie sie bei uns üblich sind, trainieren. Da nützt es nix, in Norwegen entlang einer “gefühlt” 50 KM langen Bundesstraße, 100 m links und rechts davon zu üben….ich sag nur TJ 2018!! Das Medieninteresse an der BW ist ja momentan enorm. Von dieser Übung hat am Abend um 2000 Uhr sogar die Tagesschau von berichtet. Kaum eine Talkshow ohne Themen die die BW betreffen. Als ehemaliger 2A4 er erfreue ich mich natürlich am neuen 2A7. Das es nach Jahrzehnten endlich mal Sprechsätze in Helmform gibt ist ja fast eine Sensation. Was in allen Panzerarmeen dieser Welt schon ewig Standard ist, braucht bei uns mal wieder ewige Planungszeit. Dies sollte in Hinblick auf die neue Bedrohungslage eigentlich zum Standard für alle Besatzungen von Gefechtsfahrzeugen werden. Um so weniger kann ich da die vereinzelten “Hobbykommandanten” mit Ihren Wollmützen auf 2A7 verstehen. Sowas haben wir uns damals nur gewünscht !! Ansonsten muss man der Truppe nun auch etwas Zeit lassen denke ich. Helm auf…Waffe am Mann… T0 im VR…Spurentarnung…Hochnetztarnung, Licht u. Geräuschdisziplin, usw. Das ist in den letzten 20 Jahren natürlich kaum noch von Bedeutung gewesen. Trotzdem sieht das hier alles schon relativ “Gefechtsmässig” aus finde ich. Also weiter so und dranbleiben….

    Grüße

    Totti

  2. 3
    Rudolf

    Servus zusammen,

    Super-Bilder und Super-Videos. Endlich mal wieder Marschkolonnen der Bundeswehr. Was habe ich
    das vermisst. Die Vielfalt der Fahrzeuge ist überwältigend. Die Zusammenstellung der einzelnen
    Marschgruppen ist höchst interessant. Sogar Elemente der ABC-Abwehr sind dabei. Ich vermute,
    die drei Marder sind VB der Artillerie. Auf jeden Fall habt ihr da wieder tolle Arbeit geleistet.
    Bitte weiter so, gerade in solchen unruhigen Zeiten.

    Viele Grüsse,
    Rudolf.

    1. 3.1
      Tobias Haag

      Hallo,
      Ja die Marsch Kolonne war sehr beeindruckend, allerdings muss ich dir sagen das die Marder zum dem Sicherungszug von 393 gehören. Die Joint Fire teile der Artillerie waren mit Fenneks, 1 Tpz Fuchs und dem ABRA anwesend.
      Liebe Grüße Tobias

      1. 3.1.1
        Rudolf

        Servus Tobias,

        danke für die Auskunft. Ich dachte, weil eben in dieser Marschkolonne der ABRA mit dabei war.

        Grüsse,
        Rudolf.

        1. Tobias Haag

          Kein Problem. Die Marsch Kolonne wurde so aufgeteilt das die einzelnen Joint Fire Support Teams bei den jeweiligen Kompanien in denen sie eingesetzt wurden mitfahren. Und das ABRA müsste in dem selben Marschband wie das Joint Fire Support Coordination Team sein. Also während dem gesamten Übungszeitraum sind die einzelnen Teams bei ihrem Kompanien
          Grüße

  3. 2
    Free Lion

    Da hat die Bundeswehr ja eine Menge an Fahrzeugen ins Feld geführt. Von ziemlich neu (LEO 2A7) bis ziemlich alt (M113). war alles verteten. Wobei der neuwertige Teil inklusive der Pumas durchaus überwiegt. Bleibt zu wünschen, dass die persönliche Schutzausrüstung eines jeden Soldaten ebenfalls neuwertig und komplett (!!) vorhanden ist. Nun heißt es: trainieren, trainieren und nochmals trainieren. Das gilt für die Stäbe und die Einsatzkräfte gleichermaßen. Ich persönlich würde mir wünschen, dass die Truppe nicht nur die Übungsplätze zum Üben nutzt. Sondern dass auch zumindest in kleinerem Rahmen Übungen in freiem Gelände durchgeführt werden. Damit könnte die Bundeswehr eine positive Öffentlichkeitsarbeit verbinden. Gegebenenfalls kann dadurch die immer noch vorhandene Lücke zwischen Ist- und Sollstärke schneller geschlossen werden. Der Bundeswehr gegenüber positiv eingestellte Foren wie z. B. Military Database tragen sicherlich auch zum Erscheinungsbild des Heeres bei. Insofern bedanke ich mich bei den Machern von Military Database um Lars de Vries für die umfassende Berichterstattung zum “Wettiner Schwert” in Bild und Film. Insgesamt ein sehr gelungener Auftritt.

  4. 1
    Lars de Vries

    Moin,

    eine sehr aussagekräftige Bilderstrecke. Ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle etwas mehr “Gefechtsmässig” gewünscht, aber auch so war es für alle Interessierten ein Spektakel. Die großen Raubkatzen inkl. Keiler, Leguan, Dachs+Co freilaufend zu sehen ist gerade in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Auch der Gewässerübergang muß immer und immer wieder trainiert werden….das ist wie in jedem anderen Beruf auch, man muss das einfach aus dem EffEff können, um es dann im Ernstfall “blind” zu beherschen. Wer das als “Bürger” nicht versteht, dem ist nicht zu helfen. Danke an alle Soldatinnen und Soldaten für das Geleistete. Des weitern auch einen Riesendank an alle Bilder + Videospender, ohne auch wäre so ein Beitrag niemals möglich.

    Gruß Lars

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