“Verlegemarsch von Wendisch-Evern nach Munster Nord”
Die Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“ ist die schwere Brigade Süddeutschlands. Sie ist im bayerischen Cham stationiert und gehört zur 10. Panzerdivision. Die Brigade ist zur Landes- und Bündnisverteidigung ausgebildet, wobei der Kernauftrag der Kampf ist. Zusätzlich stellt Deutschland der NATO seit dem 1. Januar 2025 eine einsatzbereite mechanisierte Heeresdivision zur Verfügung. Damit gehören die Brigade und die ihr unterstellten Bataillone der Division 2025 an und sind innerhalb kurzer Vorwarnzeit verlege- und einsatzfähig. Ziel der Übung ist die Ausbildung und Überprüfung dieser hohen Einsatzbereitschaft. Sie ist Teil der fortlaufenden Maßnahmen zur Herstellung der Kriegstüchtigkeit bis 2029. Der Schwerpunkt von Brave Lion 2026 liegt darauf, Abläufe realitätsnah zu trainieren. Dabei üben die beteiligten Einheiten insbesondere das schnelle Zusammenspiel zwischen Aufklärung und Artilleriewirkung. So sollen erkannte Ziele zügig gemeldet und innerhalb weniger Minuten wirksam bekämpft werden können. Dabei werden vor allem Teile des Aufklärungsbataillons 8, des Panzerartilleriebataillons 131 sowie des Versorgungsbataillons 4 beübt. Und genau diese begleiteten wir am gestrigen Sonntag (25.01.2026) bei der Verlegung. Die Kettenteile endluden am Freitag und Samstag zuvor in Lüneburg, und verlegten dann zum Standortübungsplatz Lüneburg / Wendisch-Evern. Die Radfahrzeuge kamen Teilweise per Landmarsch und koppelten dann mit den restlichen Fahrzeugen und verlegten in gut 2,5 Stunden im ersten Übungsabschnitt komplett nach Munster Nord. Unsere Aufnahmen entstanden in Amelinghausen an der B209, die Versorger konnten wir in Ebstorf ablichten. Herzlichen Dank hier noch an Peter und Lüdchen.
“Gefechtsübung im Raum Uelzen – Lüneburg – Munster”
Und um das so praxisnah wie möglich durchzuführen, entschied man sich hier bewußt auf einen freilaufenden Teil. Nichts fordert die Soldatinnen und Soldaten mehr, als in einem neuen, unbekannten Terrain ihre Fähigkeiten weiter zu festigen. Gerade auch der zivile Straßenverkehr, die Wetterverhältnisse und der fehlende Platz, den man auf dem Truppenübungsplatz genug hat, stellte alle vor verschiedenste Herausforderungen. In persönlichen Gesprächen wurde uns mitgeteilt, das viele sehr zufrieden waren mit der Aufnahme der Soldaten bei der Zivilbevölkerung. Gerade für ältere Bewohner war das hier natürlich kein unbekanntes Bild. Das Gebiet wurde bis in die 90er regelmäßig für freilaufende Übungen, gerade durch die Niederländer oder die der britischen Armee, teils stark frequentiert. Schön , das sich die Bundeswehr endlich so langsam wieder entschließt, freilaufend zu üben. Wir zumindest begrüßen das sehr. Gruß Lars de Vries
Lars de Vries
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