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1983 Atlantic Lion – Galerie Jol

Übungsbeginn: 13.09.1983  –  Übungsende: 30.09.1983

Anzahl Soldaten: NL: 2.4000 US: 11.000 DE: 5.000 UK: 600  –  Anzahl Radfahrzeuge: NL: 6.000 US: 2.600 DE: 1.100 UK: 70 Anzahl Kettenfahrzeuge: NL: 850 US: 1.000 DE: 400 UK: 100

Atlantic Lion ist eine Gefechtsübung mit zwei Parteien, wobei die “grüne” amerikanische Panzerdivision als Feindtruppe mit der ihr gegenüberstehenden “blauen” niederländischen Truppe in Gefechtsberührung kommt. Hieraus ergibt sich eine Reihe von Angriffs- und Verteidigungsoperationen, wobei auch der abgesessene Kampf geübt wird. Bei der Anlage der Übung sind ausserdem die Aspekte Patroullieren und Einsickern berücksichtigt worden. Ein Manöver auf Korpsebene ermöglicht den höheren Stäben und Kommandeuren, die für Operationen in grösseren Kampfgemeinschaften relevanten Verfahren zu testen. Die Übung wird auf wetsdeutschem Boden in einem ziemlich schmalen Abschnitt (Breite etwa 40km) entlang der niederländischen Grenze durchgeführt. Ein Teil des Übungsraumes gehört zum Bundesland Nordrhein-Westfalen, und der andere zum Bundesland Niedersachsen. REFORGER 83 ist eine jährlich wiederkehrende Luftbrückenübung. Dabei werden in der Regel Einheiten von ihrer Basis aus den USA für die Dauer der Herbstübung in die Bundesrepublik gebracht. 1983 sind davon etwa 17000 Soldaten betroffen, von denen 11000 zur ersten PzDiv gehören. Diese bezieht Stellungen zwischen den Niederländischen Orten Weert – Den Bosch- Oss. Die Einrichtung dieses Sammelraumes im östlichen Nordbrabant erfolgt unter dem Namen Brandy Station. Nachdem die 13. niederländische Panzerbrigade aus Oirschot und ein britisches Panzerregiment sich in dem Sammelraum Brandy Station der amerikanischen Division angeschlossen haben, bezieht diese kombinierte Truppe ihre Ausgangsstellung in Westdeutschland. Die anderen an dieser Übung teilnehmenden niederländischen Einheiten der 1. und 4. Division marschieren direkt aus ihren Kasernen ins Übungsgebiet in Deutschland. Auf dem Weg zu ihren Ausgangsstellungen muss der kombinierte niederländische- amerikanische- englische Verband die Maas und den Rhein überqueren. Dies ist die Operation Aqua Marine, die mit Hilfe von Pionierbrücken und Fähren durchgeführt wird. Die Luftstreitkräfte werden im Rahmen von Cold Fire bei der Aqua Marine Operation und später bei den Atlantic Lion Manövern in Erscheinung treten. Flugzeuge aus mehreren NATO-Ländern führen Luftangriffe aus oder geben den Bodentruppen Luftunterstützung. Die Übung Cold Fire erstreckt sich über verschiedene NATO-Übungen im Rahmen von AUTUMN FORGE. Leitender der Übung Atlantic Lion ist der Kommandierende General des I. NL Korps W.J Loos. Die Aufnahmen zeigen die Bilder von Jacob Jol, der seinerzeit beim B-41Tkbat stationiert war. Der Marsch für seine Einheit begann im Niederländischen Oirschot.

 

 

 

GEMEIN SCHAFT

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3 Kommentare

  1. 3
    Guenther H.

    Es war einmal…wer hätte das gedacht, das man diesen berühmten Satz der Gebrüder Grimm. als Manöverfreak jemals in den Mund nehmen müsste.
    Und doch ist es so! Jetzt wo das Laub fällt herrscht Stille in weiter Flur…kein typisches Dröhnen schwere Motoren, kein Rundumleuchten- Gewitter des Nachts. Um es mit den Worten von Fallersleben zu sagen : ” Über Wald und Feld säuselt Frieden nieder und es ruht die Welt”
    Ja kalter Krieger, so ändern sich die Zeiten was dir bleibt sind solche einzigartigen Bilder, an denen du dich erfreuen kannst! Denn diese Epoche ist unwiederbringlich”gestorben” und lebt leider nicht mehr! Andere Märchenerzähler haben die Bühne betreten…

    Mir bleibt nur noch zu schreiben: Dankeschön für’s zeigen!

    Gruß Günther

  2. 2
    Udo Plaßhenrich

    Schöne alte Fotos aus der guten alten Zeit. Auch ich habe unsere holländischen Freunde damals oft in der Senne
    und auch bei freilaufenden Manövern in unserer Region gesehen.
    Leider habe ich es damals verpasst viel mehr Fotos zu machen,
    Danke Jacob Jol für die super Bilderreihe

    Gruß Udo

  3. 1
    Lars de Vries

    Unglaublich authentische Aufnahmen die bald 40 Jahre alt sind, absolut überragend. Die “Zaungäste” am Gewässerübergang waren damals schon in hoher Anzahl vorhanden. Die Chance das so etwas in deutlich abgespeckter Form nochmals vorkommt war lange nicht so hoch wie in dieser Zeit. Ob das nun gut oder schlecht ist mag jeder für sich beantworten. Ich bedanke mich für diese Zeitreise unser niederländischen Freunde.

    Gruß Lars

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